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Artikel-Schlagworte: „Security-Distro“

Forensik-Distribution DEFT

Im Rahmen der EDV-Beweissicherung werden viele unterschiedliche Werkzeuge eingesetzt, je nach dem Ziel der vorzunehmenden Beweissicherung. Dazu sind oft eine Vielzahl unterschiedlicher Computerprogramme (Tools) erforderlich, die häufig in Tool-Sammlungen (z.B. WindowsForensicToolchest) zusammen gefasst werden, um dem IT-Forensiker die Arbeit zu erleichtern. Solche Tool-Sammlungen werden auch gerne als “Forensic Suite” oder Arbeitumgebung bezeichnet, bestes Beispiel ist die Software X-Ways Forensics der Firma X-Ways Software Technology AG, welche fast flächendeckend von deutschen Strafverfolgungsbehörden eingesetz wird.

 

Allerdings ist der IT-Forensiker nicht auf kommerzielle Software angewiesen, deren Anschaffung zum Teil mit erheblichen Kosten verbunden ist. Es gibt eine Vielzahl frei erhältlicher Forensic Suites, die neben der EDV-Beweissicherung auch zu anderen Zwecken, wie insbesondere Datenrettung und Sicherheitsanalysen (penetration testing) genutzt werden. Eine gute Übersicht findet sich z.B. hier. Zum Teil basieren diese Forensic Suites auf LINUX als quelloffenem Betriebssystem. Bekanntestes Beispiel dürfte in diesem Zusammenhang die Security-Distribution BackTrack Linux sein.

 

Eine interessante Alternative ist die erst Anfang des Jahres in neuer Version 7.1 erschienene italienische Distribution DEFT Linux,  basierend auf Lubuntu.  DEFT Linux 7.1 ist in Form einer Live-DVD erhältlich und verwendet den Kernel 3.0.0-1, womit auch neueste Hardware und insbesondere Dateisysteme zuverlässig unterstützt werden. Daher kann diese Distribution auf fast allen aktuellen Laptops und Desktop-PCs eingesetzt werden. Nach Angaben der Entwickler wurden insbesondere umfangreiche Tests mit Lenovo Laptops sowie aktueller Hardware von Acer, ASUS, Apple, DELL, IBM.

 

Die Distribution bringt eine große Zahl an Analysewerkzeugen mit. Neben den verbreiteten Linux-Tools werden als Besonderheit jedoch auch zahlreiche Windows-Tools mitgeliefert. Diese werden per WINE-Emulator ausgeführt.  Die Distribution wendet sich nach Herstellerangaben neben Privatanwendern insbesondere an professionelle Nutzer wie Militär, Polizei und andere staatliche Organisationen. Unter anderem nutzt auch die italienische Anti-Mafia-Behörde, die DIA (Direzione Investigativa Antimafia) DEFT Linux.